Solarpreisbroschuere2019_1

 

Erster bifacialer Solarzaun Österreichs. Wir finden diese innovative Produkt in Pinzgau. Nach einigen Jahren der Entwicklungszeit ist es möglich geworden Sonnenenergie so zu nutzen, dass der Ertrag, verglichen zu herkömmlichen PV-Anlagen, deutlich gesteigert und besonders kostengünstig erzeugt werden kann. Durch die vertikale Ausrichtung, der in einen Zaun integrierten Solarzellen, kann durch beide Seiten Strom gewonnen werden. Die bekannten Probleme, wie beispielsweise ein schneebedecktes Dach mit Solarzellen, die ihre Produktion durch den Schnee einstellen, ist durch diese vertikale Ausrichtung beseitigt. Diese Anlagen arbeiten unermüdlich und können, durch ihre geringe Grundfläche, in viele Varianten hergestellt werden. Darüber hinaus bieten sich zum Beispiel als Heckenersatz, Trennschutz oder Einzäunung für Tierhaltung an.

Die modulare Bauweise ermöglicht, mit einer Höhe von 1,5 m (die ersten halben Meter vom Boden sind frei) und einer Länge von 2,2 m, ermöglichen individuelle Lösungen. Bei einer Verwendung als Sichtschutz, kann auch eine wetterbeständige Platte aber auch ein Spezialschutz für Weidetierhaltung integriert werden.

Am günstigsten erweist sich eine Ausrichtung in Ost-West, da der Solarzaun am Morgen und zur Abendstunde bessere Ergebnisse als herkömmliche Anlagen liefert.

Das erste große Projekt

Das erste große Projekt war die Errichtung eines Zaunes bei „Herbert’s Bio Freiland Eier“ in St. Martin bei Lofer. Es wurde ein 320 m langer bifacialer Solarzaun, mit einer Leistung von 52,9 kWp, für 1000 Bio-Legehennen, errichtet. Damit die Hühner nicht über die eingezäunte Fläche laufen können, wurde eine Doppelstabmatte im unteren Bereich eingesetzt. Der obere Bereich des Zaunes besteht aus dem Doppelglas-bifazialen monokristallinen Photovoltaik Modul, welches im feuerverzinkten Gestell durch 4 Modulhalter festgehalten wird. Durch eine Abdeckung am oberen Ende im Stahlprofil laufen alle Kabel wettergeschützt. Der Gleichstrom aus den Modulen wird durch drei Fronius Symo 17,5 kW Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und im Betrieb direkt verwendet. Der entstandene Überschussstrom wird zur Warmwassererwärmung verwendet. Somit entsteht eine Eigennutzung von 95% des PV-Stroms und die eingespeiste Strommenge bleibt relativ gering. Es wird von einer erzeugten Strommenge von ca. 53 000 kWh ausgegangen.

Erster bifacialer Solarzaun entzückt Hahn und Huhn

Der durch den Solarzaun entstehende Schatten wird von den Hühnern auch sehr gerne angenommen. Sie gehen nun viel lieber ins Freie seitdem ein schattenspendender Solarzaun vorhanden ist.

Auszeichnung

Der Österreichische und Europäische Solarpreis wird von EUROSOLAR an Gemeinden, kommunale Unternehmen, Privatpersonen, Ingenieure, Architekten, Eigentümer von Anlagen sowie an Organisationen und Journalisten vergeben, die sich um die Nutzung der Sonnenenergie im besonderem Maße verdient gemacht haben und somit neue Anstöße zur Breiteneinführung gegeben haben.

Die Preisvergabe soll das Thema Solarenergienutzung in die breite Öffentlichkeit tragen, Leuchtturm-Solarprojekte und Vorhaben aufzeigen und Energiekonsumenten überzeugen, dass die Nutzung einer abgestimmten Mischung aus Erneuerbaren Energien am besten geeignet ist, den Energiebedarf nachhaltig, umweltfreundlich und kostengünstiger als mit fossilen und atomaren Energien zu decken. Es werden besonders innovative Projekte und Initiativen Erneuerbarer Energien in den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie, Wind, Biomasse, Geothermie sowie Mobilität ausgezeichnet.

Der Solarpreis wird zugleich in mehreren europäischen Ländern ausgeschrieben und durch die jeweiligen nationalen EUROSOLAR-Sektionen vergeben. Neben Österreich beteiligen sich Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Schweiz, Spanien, Tschechien, Ukraine und Ungarn. Parallel zur Auswahl der nationalen Solarpreise werden von einer internationalen Jury die Preisträger für den Europäischen Solarpreis ermittelt.